IMMOBILIENWISSEN-KOMPAKT: Auflassung

14. Oktober 2016

Was haben aufgelassene Fenster und Türen mit Ihrem nächsten Immobilienkauf gemeinsam?

Sobald Sie sich für Ihre Traumimmobilie entschieden haben, sind einige bürokratische Hürden zu gehen, bevor es endlich mit der Einrichtung und dem Einzug in die eigenen vier Wände losgehen kann. In diesem Artikel veranschaulichen wir den juristischen Begriff Auflassung und seine Herkunft.
Nach einer Einigung zwischen Verkäufer und Käufer erfordert es einen Notarvertrag um den Eigentumsübergang rechtskräftig zu machen.
Dabei kommt zu einer Auflassungsvormerkung. Diese dient zur Absicherung des Käufers – hierbei wird das Grundbuchamt über den bevorstehenden Verkauf informiert, so dass kein weiterer Interessent als Käufer auftreten kann.
Nach Abschluss des Kaufvertrags kommt es erst zu einer Eigentumsübertragung durch Auflassung und den folgenden Grundbucheintrag. Bei der Auflassung spricht man von der Einigkeit beider Parteien – sowohl der Käufer als auch der Verkäufer – vor dem Notar über den Übergang des Eigentums.
Das früher alles besser war, wagen wir zwar zu bezweifeln, aber einfacher war es allemal. Durch das offen lassen (Auflassen) aller Türen und Fenster eines Hauses hat der Besitzer im Mittelalter allen Dorfbewohnern signalisiert, dass das Eigentum bald einem neuen Hausherren übergeben wird. Dies war eine Art Auflassungsvormerkung.
Den erfolgreichen Eigentumsübergang symbolisierten die wieder verschlossenen Türen und Fenster durch den neuen Besitzer entsprechend der heutigen abgeschlossenen Auflassung und dem Eintrag ins Grundbuch.
Da Ihnen heute die offenen Türen und Fenster eher einen Einbruch als Eigentümerübergang einbringen, stehen wir Ihnen als Ihr zuverlässiger Immobilienmakler in Darmstadt und Umgebung bei allen bürokratischen Hürden koordinierend zur Seite.